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ERICH MENDELSOHNS KAUFHAUS SCHOCKEN Jüdische Kulturgeschichte in Chemnitz Im Mai 1930 öffnete die Chemnitzer Filiale der Kaufhauskette Schocken. Der renommierte Werkbund-Architekt Erich Mendelsohn, von dem auch die heute nicht mehr erhaltenen Schocken-Warenhäuser in Nürnberg und Stuttgart stammten, entwarf ein Bauwerk, das inzwischen zu den herausragenden Architekturzeugnissen des 20. Jahrhunderts zählt. Bis heute wird das Gebäude als Warenhaus genutzt. ![]() Die Zeugnisse von Erich Mendelsohns Schaffen in Chemnitz sind vielfältig. Zu seinen frühen Entwürfen gehören Umbaupläne für die Villa des Chemnitzer Textilfabrikanten Karl Becker. 1920 zeigte man in Chemnitz die berühmt gewordene Ausstellung »Architekturen in Eisen und Beton« mit Zeichnungen des Architekten. Als Gast des Kunstgewerbevereins stelle Mendelsohn 1930 sein Buch »Russland-Europa-Amerika« vor. Der am 9. November 1998 - 70 Jahre nach den ersten Entwürfe für das Kaufhaus und 60 Jahre nach der nationalsozialistischen Pogromnacht - erscheinende Band beschreibt auch die wechselvolle Geschichte der Brüder Simon und Salman Schocken, die über ihre unternehmerische Tätigkeit hinaus bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens waren. Spuren des in Zwickau gegründeten Konzerns sind heute noch in Deutschland, Israel und Amerika auffindbar. Seltene, z. T. bisher unveröffentlichte Fotografien, Zeitdokumente und ein fundierter Text geben erstmals einen umfassenden Überblick zur Baugeschichte des Hauses. Inhaltsverzeichnis | Bilder | Kurzinfo | Pressestimmen | Bestellung |