Chemnitz
Neue Bauten in der Stadtmitte 1990-2003

Chemnitz - mit 250.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Ostdeutschlands - ist heute geprägt vom spröden Charme einer mehrfach gebauten und mehrfach zerstörten Stadt. Der Blick auf Gebautes in Chemnitz ist auch ein Blick auf urbane Wunden. Dieser Stadt ist das "innere System" ihres Zentrums, der gewachsene und lesbare Stadtgrundriss einer City abhanden gekommen. Deshalb gilt insbesondere seit 1990 der Innenstadt das Hauptaugenmerk der Stadtplaner, Politiker und Investoren. Die Rückgewinnung der Stadtmitte als Lebensraum von besonderer Qualität orientiert sich unter aktuellen Vorzeichen am historischen Vorbild. Die neue Innenstadt soll zum Zentrum von Stadt und Region werden. Und sie soll mehr sein als ein Ort zum Einkaufen. Einer Vielfalt der Nutzungen - vom Wohnen und Arbeiten bis zu kulturellen Angeboten - soll eine Vielfalt der Architektur entsprechen.
Diese Publikation stellt die wichtigsten der seit 1990 errichteten Bauten der Chemnitzer Mitte in Text und Bild vor und dokumentiert den Weg zum neuen Zentrum im Kontext von Architekturgeschichte, Stadtplanung und Baupolitik.
Was Fachleute und Laien, die sich auf Chemnitz einlassen, erstaunt, ist die Kraft, die von einigen neuen Stadtorten ausgeht. Chemnitz formuliert sich neu. Nicht immer geschieht das schmerzfrei und nicht immer wird das jetzt Gefundene Bestand haben. Und damit bleibt sich diese Stadt auf eigenwillige Weise treu.


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